Die beiden ersten Tage sind nun fast vorbei. Letzte Nacht habe ich so fest geschlafen, dass ich morgens gar nicht mehr wusste, wo ich war. Und es sind soviele Eindrücke, dass ich Schwierigkeiten habe, sie in einer geordneten Reihenfolge zu formulieren, weil hier einfach ein so großes Durcheinander herrscht, zumindest empfinde ich das so. Die Straßen sind laut, alles hupt in einem schier nicht enden wollenden Hupkonzert bis spät in die Nacht hinein.
Und sie sind voll, voller Menschen, die am Straßenrand laufen (kein Scherz, das hat sich als der sicherste Ort für Fußgänger herausgestellt) und solchen, die nach Koriander riechendes Essen zubereiten und an Ort und Stelle verkaufen, Früchte verkaufen; Menschen, die einfach auf dem Gehweg liegen und dort schlafen, Bettler.
Zu diesem Bild gesellt sich ein Potpourri aus diversen Fahrzeugen: Radlfahrer, Rikschas, Mopeds, Autos, Busse, Lkws und alles was noch so dazwischen passt. Sämtlichst bis aufs äußerste beladen.
Und nicht zu vergessen: die Kühe! Entweder chillen sie gerade mitten auf der Straße oder stehen am Straßenrand und wühlen im dort liegenden Müll herum.
Meine Gefühle sind gemischt, ich habe Schwierigkeiten mit der Orientierung, weil alles so gleich aussieht und es nicht so viele Straßenschilder gibt. Ich habe noch keine so richtig adäquate Unterkunft finden können, die auch noch in der Nähe des Büros ist. Beides keine unlösbaren Probleme, die ich in den nächsten Tagen angehen werde. Morgen ist mein erster Tag im Büro, vielleicht ist ersteres dann bereits Vergangenheit. Ungewohnt ist zudem das permanent erforderliche Feilschen um den Preis für Dienstleistungen (…).
Das Goethe-Institut ist indes eine kleine Insel, oben auf der Terrasse befindet sich ein nettes Cafe´., von dem aus man abends auf die Straßen herunterblicken kann. Ich habe zwei nette Leute aus Deutschland kennengelernt, Steffi und Friedemann. Zu dritt haben wir heute das Abenteuer Busfahren geprobt und waren auf der großen Einkaufsmeile mit schätzungsweise einer Millionen kleiner Geschäfte und Stände. Wir waren die Attraktion: weiß und dann auch noch blond. Wir haben uns die Füße platt gelaufen und hatten sehr viel Spaß.
Das Essen, das ist sooo lecker.
Mir fallen die Augen zu und draußen rauscht der Regen runter-es ist Regenzeit-.
Schluss für heute.
Sonntag, 3. August 2008
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1 Kommentar:
da macht doch so ein blog mal richtig sinn. ich bin gespannt wie´s weiter geht.
lg. l. (77)
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